FTTH – Die Infrastruktur für die Zukunft

glasfasernFTTH wird eine neue Technik abgekürzt, die aus dem Englischen von Fibre To The Home kommt. Bezeichnet wird dabei das Verlegen von sogenannten Lichtwellenleitern von Datenzentren bis in die Wohnung des Nutzers. Das Lichtsignal der Lichtwellenleiter wird dann durch einen Router in elektrische Signale übersetzt und umgewandelt und von dort aus über gängige Verkabelungen verteilt.

Das Neue an der ganzen Sache ist, dass nun die alten Koaxialkabel oder Kupferzweidrahtleitungen, durch Glasfaserkabel ersetzt werden sollen. Da der Bandbreitenbedarf in den letzten Jahren zunehmend anstieg, werden nun vermehrt die alten Kabel durch die neueren und schnelleren Glasfaserkabel ersetzt.

Das Internet soll dem User übrigens eine Verbindung von 200 M-Bit pro Sekunde verschaffen. Außerdem verspricht man sich ein noch besseres HD Fernsehen verbunden mit noch weniger Kosten für den Netzbetreiber. Eine ganz besondere Rolle spielen in diesem Zusammenhang mit dem Ausbau des Glasfasernetzes die deutsche Telekom und die Deutsche Annington, der größte deutsche Immobilienunternehmer.

Mehr als 170.000 Glasfaserkabel werden die Deutsche Annington an deutsche Haushalte anschließen, so teilten beide Konzerne in Bochum im März 2012 mit. Die Kooperation beider Konzerne war nötig, so sind sich beide Unternehmen einig, da die Kosten für einen Firma alleine zu hoch gewesen wären.

Mit der Zusammenarbeit beim Großprojekt profitieren beide Konzerne ungemein. Zunächst sollten 2012 etwa 40.000 Wohnungen an das Glasfasernetz angeschlossen werden und viele weitere in den nächsten Jahren. Für die Telekom bedeutet der gesamte Auftrag und das Vorhaben einen absoluten Zugewinn an Neukunden, die vorher Kabelkunden waren.

In Deutschland ist die geplante Vernetzung nämlich noch als eher neuartig anzusehen, wärend beispielsweise Italien oder Finnland statistisch gesehen die meisten Anschlüsse an Glasfasernetz vorzuweisen haben. In Zürich wurde per Volksabstimmung beschlossen, dass die ganze Stadt an das Netz angeschlossen werden soll. Dies zeigt, dass nun bewusst wird, wie wichtig eine gute Informationsinfrastruktur ist und welche Vorteile es bringt, wenn Wohnungen nun unmittelbar an Datenzentren angeschlossen werden.

Bild: A.Dreher  / pixelio.de

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